Was wurde aus: Vera F. Birkenbihl

Vera F. Birkenbihl gilt als die »Mutter« des »gehirn-gerechten« Lernens. Über ihr Leben und die größten Erfolge lesen Sie in diesem Artikel.

Vera Felicitas Birkenbihl war eine der einflussreichsten Management-Trainer und Buchautoren im deutschsprachigen Raum. Sie wurde 1946 in München geboren und verstarb 2011 in Niedersachsen an einer Lungenembolie. Kurz davor wurde bei ihr Speiseröhrenkrebs diagnostiziert.
Birkenbihl war die Tochter des Trainers und Unternehmensberaters Michael Birkenbihl und damit schon seit Kindheit mit der Trainerbranche verbunden.
Laut eigenen Angaben litt Birkenbihl unter dem Asperger-Syndrom, einer leichteren Variante des Autismus.
Mit dem deutschen Schulsystem kam sie nicht wirklich klar, deshalb wanderte sie 1965, also im Alter von 19, in die USA aus und arbeitete in verschiedenen Aushilfsjobs. So lernte sie auch autodidaktisch Englisch und begann ein Psychologie- und Journalismus-Studium.

1967 heiratete Birkenbihl einen Computertechniker, die Ehe hielt jedoch nicht lange.

1970 begann sie in den USA die ersten Seminare zum Thema »Lernen lernen« zu halten, dann kehrte sie 1972 nach Deutschland zurück und gründete 1973 das »Institut für gehirn-gerechtes Arbeiten«. (Auf die Schreibweise mit dem Bindestrich bestand Birkenbihl.)
Sie hielt regelmäßig Vorträge und Seminare und machte sich in der Erwachsenenbildungsbranche schnell einen Namen. In den 1980er-Jahren war sie bereits landesweit bekannt. Sie veröffentlichte unter anderem ein Kurzseminar (auf VHS-Video-Kassette) zum Thema »gehirn-gerechtes Arbeiten«.

Aus ihrer Abneigung gegenüber dem Schulsystem schöpfte sie die Motivation, alternative Lerntechniken zu entwickeln, die sie später sowohl in der Basisausbildung als auch in der Erwachsenenbildung anwenden konnte.

Besonders bekannt ist die sogenannte »Birkenbihl-Methode«, die es angeblich ermöglicht, je­de
Fremdsprache in einfacher Weise zu erlernen. (Infos zu dieser Methode unter https://vera-birkenbihl.de/die-birkenbihl-methode)

Ein weiteres bekanntes Modell ist das »Inselmodell«. Dabei handelt es sich um ein Kommunikationsmodell, das den Dialog zwischen zwei Personen erklärt. Sie geht dabei davon aus, dass jeder Mensch ständig von seiner eigenen persönlichen Insel umgeben ist. Diese Insel stellt die Welt jeder Person dar – geprägt mit ihrer Kultur, den persönlichen Gewohnheiten, Vorstellungen, Meinungen etc. Wenn sich diese drastisch unterscheiden, wird Kommunikation  schwierig.

Birkenbihl ist Autor zahlreicher Fachbücher, die insgesamt bis zum Jahr 2000 bereits zwei Millionen Mal verkauft wurden. Und selbst heute, mehr als 10 Jahre nach ihrem Tod, verkaufen sich ihre Bücher immer noch.
Ihre berühmtesten Werke sind:

  • »Stroh im Kopf? – Oder: Gebrauchs­anleitung fürs Gehirn«, GABAL, 1993
  • »Trotzdem lernen: Lernen lernen«, mvg-Verlag, 2013
  • »Kommunikationstraining: Zwischenmenschliche Beziehungen erfolgreich gestalten«, mvg-Verlag, 2007

Berühmte Zitate von Vera F. Birkenbihl

  • »Der Erfolgreiche überprüft seine Begabungen und Fähigkeiten, ehe er sein Ziel steckt.«
  • »Jeder Fehler hat eine Lehre eingebaut.«
  • »Der erfolgreiche Mensch sitzt im Zug des Lebens und steht nicht Zeit seines Lebens nur an der Haltestelle.«
  • »Nur ein Mensch, der Selbstvertrauen hat, kann das Vertrauen anderer erwerben.«

Im August 2008 wurde sie von der German Speakers Association mit einer Aufnahme in deren Hall of Fame ausgezeichnet.
Auch heute noch gibt es einige Institute und Verlage, die in ihrem Namen Seminare und Bücher anbieten.

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Vera F. Birkenbihl
»Jeder Fehler hat eine Lehre eingebaut.«