Wie viel Agilität brauchen wir?

Beim jüngsten Business-Espresso des WIFI Management Forums erhielten die Teilnehmer wertvolle Inputs rund um das Thema »Agilität«.

Rund 45 HR-Verantwortliche und Führungskräfte trafen einander zum 2. Business Espresso in den Räumlichkeiten des WIFI Wiens. Die Idee dieses innovativen Formates: Die Essenz eines Themas in aller Kürze präsentiert zu bekommen und einer Diskussion darüber beizuwohnen. Ein Best-Practice-Beispiel und zwei hochkarätige Trainer aus dem WIFI Management Forum machen dieses knackige Wissensupdate lohnenswert. Die Veranstaltung dauert »nur« von 15.00 bis 17.30 Uhr. Ein Zeitfenster, das auch viel beschäftigten Managern die Möglichkeit gibt, teilzunehmen und zu lernen. Anfang Mai stand das Thema »Agile Welt – wie viel Agilität brauchen wir?« am Programm.

Die Keynote hielt Natascha Kantauer-Gansch (Chief Customer Officer bei A1 Telekom Austria AG) zum Thema »Echt jetzt? – agil arbeiten in Großkonzernen. Ja, das geht!«

Warum das Thema Agilität derzeit in aller Munde ist, erklärte die Vortragende gleich zu Beginn ihrer Ausführungen. »Der Markt ist nicht mehr planbar und ändert sich extrem schnell. Die Produkte entwickeln sich rasant weiter, und der Kunde hat zahlreiche Alternativen.«
Was heute richtig ist, kann morgen falsch sein. Daher war es für A1 ein großes Anliegen, agiler zu werden, um rascher auf ändernde Umweltbedingungen reagieren zu können. Im Laufe des Prozesses stellte Kantauer-Gansch eines fest: »Nicht das Werkzeug ist entscheidend, sondern das Mindset der Mitarbeiter.«
Als die Agilität steigernde Maßnahmen hat der Konzern zuerst folgende drei in Angriff genommen: eine klare Zentrierung und Fokussierung auf den Kunden, die Erhöhung und Stärkung der Selbstorganisation und die kleinteilige Stückelung der laufenden Projekte, um entsprechend flexibler zu werden.

Eines der Kernthemen war es auch, ein neues, agiles Mindset zu schaffen, und das geht eben nicht von heute auf morgen. »Um hier ein Umdenken zu erreichen, müssen wir bei den Führungskräften beginnen. Und ja, dabei mussten wir uns auch von einigen Kollegen trennen, die zu viel Angst vor Machtverlust und der neuen Art des Führens hatten.«
Es geht heute nicht mehr darum, was, oder wie viel gearbeitet wird, sondern was erreicht wird.
Später erzählt die Vortragende von den konkreten Erfolgen, die erreicht wurden, aber auch genauso ehrlich von den Stolpersteinen und Lernerfahrungen. Es war ein sehr spannender und lebendiger Vortrag mit vielen umsetzbaren Inputs.
Danach wurde die Gruppe in zwei kleinere geteilt, in denen 30 Minuten lang jeweils ein Workshop stattfand. Nach einer halben Stunde wurde gewechselt, sodass jeder Teilnehmer auch an dem zweiten Workshop teilnehmen konnte.
Christian Majer (Organisationsberater und Coach für integrierte Management-Systeme) referierte und diskutierte mit den Teilnehmern darüber, was Agilität eigentlich wirklich ist, und was sie nicht ist – z. B. eine Ausrede, um nicht planen zu müssen oder eine Legitimation zu Intransparenz.
Im zweiten Workshop, geleitet von Christian Hauser (HR- und New-Work-Experte sowie Organisationsberater), erfuhren die Teilnehmer in einer witzigen, kurzweiligen Übung am eigenen Leib, was Agilität mit den Menschen macht, und was es braucht, um ein Team agil zu machen.

In der anschließenden Diskussionsrunde konnten Erfahrungen der Teilnehmer mit den Experten diskutiert und gemeinsam Lösungen gefunden werden.

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Nächster Termin:
»Volle (Führungs-)Kraft voraus!«
Wann: 14. November 2019 ab 15.00 Uhr
Wo: WIFI Wien, 1180 Wien
Kosten: 249,– €

www.wifiwien.at/BusinessEspresso