Warum der Leadership Horizon am 5. Mai 2026 Raum schafft, um Führung und Lernen im KI-Zeitalter neu zu denken.
Führung findet heute unter völlig neuen Vorzeichen statt. Steigende Komplexität, hohe Geschwindigkeit und der selbstverständliche Einsatz von KI verändern Arbeit, Lernen und Zusammenarbeit. Genau hier setzt Leadership Horizon 2026 an. Unter dem Titel »Thriving in Complexity and Speed. How to Lead Human Potential in the AI Era« schafft MDI seit 2022 einen Raum, in dem diese Entwicklungen gemeinsam reflektiert werden – international, praxisnah und im direkten Austausch. TRAiNiNG hat mit Gunther Fürstberger und Aline Motz-Depoorter über das Format und die Haltung hinter Leadership Horizon gesprochen.
Ein zentrales Thema im Programm ist das Panel »When AI Shapes Work: Leadership & Learning Decisions That Matter«. Warum ist diese Frage aktuell so relevant?
Gunther Fürstberger: Weil KI heute weit mehr beeinflusst als Effizienz oder Produktivität. Forschung zeigt, dass KI-Lernen personalisieren und Leistung steigern kann. Gleichzeitig wirkt sie auf Motivation, Skill-Entwicklung und Wohlbefinden – etwa dann, wenn Menschen das Gefühl verlieren, selbst wirksam zu sein oder Lernen nur noch automatisiert stattfindet.
Was steht dabei besonders auf dem Spiel?
Fürstberger: Es geht um Selbstwirksamkeit, Lernkultur und Identität in Organisationen. Wenn KI unreflektiert eingesetzt wird, kann sie menschliche Fähigkeiten schwächen. Genau deshalb müssen Führung und L & D verstehen, wo KI Entwicklung unterstützt – und wo bewusst Grenzen nötig sind.
Das Event gibt es seit mehreren Jahren. Wie fügt sich 2026 in diese Entwicklung ein?
Fürstberger: Die Themen haben sich mit der Realität der Arbeitswelt entwickelt – von hybrider Führung über Unsicherheit bis hin zu Co-Leading mit KI und AI Agents. 2026 gehen wir einen Schritt weiter. Nicht mehr nur die Frage, ob wir KI einsetzen, sondern wie – und was das langfristig mit Menschen, Lernen und Zusammenarbeit macht.
Wer sollte Leadership Horizon 2026 nicht verpassen?
Fürstberger: Führungskräfte aller Ebenen sowie HR- und Learning & Development-Experten, die Leadership aktiv gestalten wollen.
Wie ist der Tag aufgebaut?
Aline Motz-Depoorter: Der Tag lebt von einer bewussten Mischung aus starken Mainstage-Keynotes, VR- und AI-Labs zum Ausprobieren sowie Workshops mit ausgewählten Partnern. Input, Austausch, eigenes Arbeiten und Networking greifen ineinander. Entscheidend ist der Lerntransfer: Impulse sollen diskutiert, Lösungen gemeinsam erarbeitet und auf den eigenen Kontext übertragen werden. Dieser Fokus ist für uns zentral – aus unserer Trainingsarbeit genauso wie für unser eigenes Event.
Was erwartet die Teilnehmer Neues?
Motz-Depoorter: Das Prisma am Grünen Prater ist offen, ebenerdig und lichtdurchflutet und bietet ideale Voraussetzungen für Austausch, Community und gemeinsames Arbeiten. Die Teilnahme ist diesmal ausschließlich live vor Ort möglich. Internationale Speaker können zugeschaltet werden, der Kern des Events findet jedoch physisch statt. Die Veranstaltungssprache ist weiterhin durchgehend Englisch.
Welche internationalen Perspektiven sind 2026 vertreten?
Motz-Depoorter: Mit dabei sind unter anderem Ricardo Cabete aus Portugal mit »AI vs. EQ« sowie Claude MacDonald aus Kanada mit einem praxisnahen Blick auf AI in Sales & Skill Building.




